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Pressemitteilung: Ablehnung des Bundestages von schärferen Regeln für Fracking bedauerlich

Die Interessenvertretung der öffentlichen Wasserwirtschaft fordert baldige schärfere gesetzliche Regelungen zum Grundwasser- und Umweltschutz beim Fracking (Hydraulic Fracturing).

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW) bedauert, dass die Anträge von SPD und Grünen zum Schutz der Umwelt und des Grundwassers beim Fracking von den Parteien der Regierungskoalition am 10.5.2012 im Bundestag abgelehnt wurden.

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Neutraler Expertenkreis stellte erste „Risikostudie“ vor

Eine erste Risikostudie zu Fracking für Deutschland wurde kürzlich in Osnabrück vorgestellt. Der neutrale Expertenkreis im InfoDialog gab damit erste Empfehlungen zum Hydraulic Fracking im Bereich der unkonventionellen Erdgaslagerstätten nach einjähriger wissenschaftlicher Untersuchung. Die finanziellen Mittel für die Studie stellte ExxonMobil Production Deutschland GmbH zur Verfügung. Laut Aussagen des Expertenteams sei die Erdgasförderung aus unkonventionellem Erdgas eine „grundsätzlich denkbare Option“. Gleichzeitig verweisen die Verfasser aber auch auf erhebliche Risiken im Hinblick auf den Gewässerschutz. In der Studie werden dazu viele Detailerläuterungen gegeben und die weiteren Umweltbelastungen aufgezeigt.

Die Übersicht zur Risikostudie Fracking finden Sie unter
http://dialog-erdgasundfrac.de/risikostudie-fracking

 

Unkonventionelles Erdgas: AöW fordert Vorrang für den Grundwasserschutz

Am 31.5.2011 fand im nordrhein-westfälischen Landtag eine öffentliche Anhörung zu einem Antrag der CDU-Fraktion zu Fragen der „Erkundung und Förderung von unkonventionellem Gas“ statt. In diesem Antrag  wurde gefordert, den Schutz des Grundwassers sicherzustellen und das Bergrecht zu ändern.
Auch die AöW war zur Anhörung als Sachverständige eingeladen und gab eine Stellungnahme zu einem Fragenkatalog ab. Die AöW machte in der Stellungnahme darauf aufmerksam, dass die Erkundung und insbesondere die beabsichtigte Förderung von unkonventionellen Erdgasvorkommen zum einen Gefahren für das Grundwasser birgt, zum anderen die Gefahr beinhaltet, dass dadurch Nachhaltigkeit in der Wasserwirtschaft in Frage gestellt wird und der erreichte hohe Standard zu Lasten nächster Generationen vernachlässigt werden könnte. Deshalb fordert die AöW bei diesem Thema, den Grundwasserschutz an die erste Stelle zu stellen.
Auch zeigt die breite Diskussion, dass im Hinblick auf die Gefahren und die Ängste der Bürger eine größere Kompetenz der Genehmigungsbehörden und eine erweiterte demokratische Einbindung der Bevölkerung erforderlich ist. Die AöW fordert zudem, vor der Genehmigung einer Erkundung die örtlichen Wasserbehörden einzuschalten. Nach Auffassung der AöW ist erst, wenn die zuständigen Wasserbehörden die Unbedenklichkeit bestätigt haben, eine Genehmigung zu erteilen. Ebenso sind die örtlichen Wasserversorger frühzeitig einzuschalten und zu hören.

Weitere Informationen:

» Positionspapier des Wasserverbandstages

» AöW-Positionspapier vom 04.01.2012

» "Einschätzung der Schiefergasförderung in Deutschland", Umweltbundesamt (Stand Dezember 2011)

Die Stellungnahmen zu der Anhörung können auf dem Portal des Landtages NRW abgerufen werden [Link]

  

Unkonventionelle Erdgasförderung durch "Fracking"

"Fracking" ist eine Bezeichnung für "Hydraulic Fracturing" und stellt eine Bohrtechnik dar, wobei in Bohrlöcher mit hohem Druck Wasser mit anderen u.a. auch chemischen Beimengungen gepresst und durch gewollte Rissbildung das im Untergrund in den Gesteinen vorhandene "unkonventionelle Erdgas" gelöst wird. Die eingesetzten Chemikalien hängen von den örtlichen Gegebenheiten ab. Während der derzeitigen Diskussion wurden aufgrund der Kritik an der Intransparenz einige chemische Zusammensetzungen von den erkundenden Unternehmen bekannt gemacht. Hieraus ist ersichtlich, dass sowohl wassergefährdende als auch kennzeichnungspflichtige Chemikalien eingesetzt werden.
Die Erkundung und insbesondere beabsichtigte Förderung von unkonventionellen Erdgasvorkommen birgt zum einen Gefahren für das Grundwasser, zum anderen birgt es aber auch die Gefahr, dass Nachhaltigkeit in der Wasserwirtschaft in Frage gestellt wird und der erreichte hohe Standard zu Lasten nächster Generationen vernachlässigt wird. Deshalb muss bei diesem Thema der Grundwasserschutz an erster Stelle stehen.

Näheres:

Stellungnahme v. 24.05.2011 zu der öffentlichen Anhörung im Landtag NRW zum Thema: "Unkonventionelle Erdgasvorkommen: Grundwasser schützen - Sorgen der Bürger ernst nehmen -Bergrecht ändern" [...]







 
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