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Demographische Entwicklung

So ist die Wasserabgabe der öffentlichen Wasserversorgung zwischen 1990 und 2004 von 5,99 auf 4,72 Mrd. Kubikmeter, d. h. um rund 21 Prozent zurückgegangen. Zusammen mit einem entgegen den ursprünglichen Prognosen erheblich reduzierten Pro-Kopf-Verbrauch führt dies zu einer merk lichen Unternutzung der Anlagen. Eine besondere Herausforderung stellt in diesem Zusammenhang der demografische Wandel in einigen Regionen, insbesondere in den ostdeutschen Ländern, dar. 
Um unter diesen Bedingungen hygienische Probleme zu vermeiden, ist es erforderlich, die betrof fenen Leitungen intensiv zu spülen. Dies führt trotz sinkender Wasserabgabe an die Verbraucher zu konstanten Fördermengen durch den Wasserversorger. Des Weiteren müssen jedoch Kapazitäten für Spitzenverbräuche bereitgestellt werden, wenn beispielsweise in trockenen Jahren, wie dem Som mer 2003, Hausbrunnen, Regenwasserzisternen u. Ä. kein Wasser mehr fördern und diese Kunden verstärkt auf die öffentliche Wasserversorgung zurückgreifen.
 

Die Aufrechterhaltung der technischen Funktion bei geringerer Auslastung erhöht bei konstanten Fixkosten die mengenbezogenen Preise. Zusätzlich können Anpassungs- und Rückbaukosten ent stehen. Die Kosten beispielsweise für eine Netzverkleinerung im Abwasser werden von der Wasser wirtschaft auf 500 bis 1.000 € pro Kanalnetzmeter geschätzt. Darüber hinaus verringert sich die Nutzungsdauer von bestehenden Anlagen. Investitionen müssen deshalb vorzeitig abgeschrieben werden. 

 







 
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